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Wie ich bin, geht dich nichts an

Autor: rose200

Kennst du dieses Gefühl? Du liegst im Bett und bemerkst dass du noch ein paar Minuten Zeit hast. Dass du dich einfach nochmal kurz umdrehen kannst, deine Augen zumachen kannst und deinen Traum weiterträumen darfst? Denn genau das tue ich nämlich gerade. Also wo war ich stehengeblieben? Ach, ja, genau: Er steht vor mir. Plötzlich streicht er mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und sieht mir tief in die Augen. „Ich mag dich, Lia. Sehr sogar!" Er flüstert fast und ich muss schlucken. „Ich dich auch!" sage ich und nehme seine Hand. Wir schauen auf die Sonne die gerade hinter dem Horizont im Meer versinkt. Er beugt sich zu mir. Er will mich küssen! Doch dann sehe ich aus den Augenwinkeln wie meine Zimmertür aufgerissen wird. Warte was? Mitten am Strand? Ich blinzle verschlafen meine Mutter an. „Du liegst immer noch im Bett? Los raus aus den Federn! Sonst schaffst du den Bus nicht mehr!" ruft sie entsetzt und zieht mir die warme, flauschige Decke weg. „Was? Gar nicht war, es ist noch nicht mal sieben!" murmle ich empört in mein Kissen. Meine Mutter runzelt die Stirn und erklärt genervt: „Max hat die Uhren verstellt und..." Ein lauter Krach aus der Küche unterbricht sie. Sie reißt die Augen auf. „Jedenfalls ist es schon halb acht und mach heute nur Katzenwäsche. Los! Deine Lunchbox steht auf dem Küchentresen und..." Nochmal ein lautes Scheppern. Erschrocken schnappt sie nach Luft und rennt ins Wohnzimmer. Ich springe aus dem Bett und öffne meinen Schrank. Katzenwäsche? Nein danke! Meine Clique würde mich umbringen. Ein kurzer Blick aus dem Fenster: Sonnig und warm. Gut. Ich entscheide mich kurzerhand für eine kurze blaue Jeans, ein dunkelrotes Top und meine weißen Kniestrümpfe. Während ich in meine Turnschuhe schlüpfe, angle ich nach meiner weißen Sweat-Jacke.Ich schwinge mir meinen Rucksack um die Schulter und renne mit meinem Handy in der Hand in die Küche. Ich sehe was Max angerichtet hat: Zwei Schüsseln liegen zerbrochen auf dem Boden. Die Lunchbox wird achtlos in meine offene Tasche geworfen. Na toll! Ein Blick auf meine Armbanduhr genügt und ich laufe weiter zur Haustüre. Es war schon zwei Minuten vor halb acht! So schnell ich kann flitze ich zur Bushaltestelle. Tina, Nele und Mia stehen dicht aneinander und reden miteinander. Ich komme neben ihnen zum Stehen. „Lia? Süße, wie siehst du denn aus? Was ist denn los?" fragt Tina. „Max!" sage ich nur. Meine Freundinnen ziehen vielsagend die Augenbrauen hoch. Sie wissen, was für ein Chaos Max immer anrichtet. „Er hat die Uhren verstellt!" erkläre ich. Meine Clique prustet los. Schon wenige Sekunden später sind wir in ein Gespräch über unsere Outfits vertieft. Manchmal wünsche ich mir, wir könnten auch mal über etwas anderes reden wie Schminke und Klamotten. Der Bus kommt und wir setzen uns in die hinterste Bank. Ich stecke die Kopfhörer in meine Ohren und höre Musik während ich in meinem Rucksack nach meinem Geschichtsbuch krame. Griechische Mythologie. „Wenigstens etwas was ich kann!" denke ich. An diesem Morgen wusste ich jedoch noch nicht, was der Tag bringen würde. Der Tag gestern war ganz schön versaut! Nach Max'Chaos ist alles schief gelaufen und das einzig gute an dem Tag war meine Erdkundenote. Eine zwei. Aber das war's auch schon. Ich überlege. Was sollte ich noch in mein Tagebuch schreiben? Gestern gab es dann Spaghetti zum Abendessen und sonst auch nichts aufregendes. Jetzt ist es schon halb sieben! Aber ich bin schon angezogen und erstaunlicher Weise hat Max mich dieses Mal nicht aufgeweckt. Ich klappe mein Tagebuch zu und stehe auf. Mein Blick schweift zum Schrankspiegel und ich sehe mich an. Ich trage ein gemustertes Kleid, meine Füße stecken in Kniestrümpfen und schwarzen Boots und ich habe Ringe an den Fingern. Meine braune Mähne ist leicht wellig, weil ich mir gestern Abend noch zwei Zöpfe geflochten hatte und ich habe dunkles Make Up aufgetragen. Mir fällt die Party am Wochenende ein, die bei Miriam stattfinden sollte und zu der ich eingeladen war. Ich nehme mir meinen Block aus der Schultasche und meinen Kuli und schreibe eine To-Do Liste für den Tag. - Zimmer aufräumen - Shoppen - Geschenk für Miriam einkaufen - Lara und Niklas schreiben Ich halte kurz inne. Niklas und Lara waren meine Mailfreunde und ich musste dringend die letzten Mails beantworten! Ich blicke auf meine Armbanduhr. Zehn vor halb acht. Gut. Ich schnappe meine Sachen und renne zum Bus. Wenig später lasse ich mich in den Sitz sinken und höre Musik. Heute bin ich in der großen Pause zu meinem Spind und habe mein Biologiebuch rausgeholt. Als ich den Spind zugemacht habe, stand jemand neben mir. Marc! Er hat mich total angemacht und sogar als ich gesagt habe „Verpiss dich!" hat er nur gegrinst und seinen Arm um meine Schulter gelegt! Der Typ ist die reinste Klette. Ich will nichts von ihm und trotzdem baggert er mich dauernd an! So nervig... Ich schlage mein Tagebuch wütend zu. Marc war eine Klasse höher wie ich und ein richtiger Macho. Ich mochte ihn nicht und trotzdem versuchte er immer wieder mir näher zu kommen. Schnaubend klappe ich meinen PC auf. Keine neuen Mails im Posteingang. Doch halt da! Eine Mail vom New Yorker Kurier! Staunend öffne ich sie. Sehr geehrte Frau Lia Emminger, hiermit genehmigen wir Ihren Antrag, auf ein Praktikum bei unserer Zeitung. Wegen eines erkrankten Reisejournalisten haben wir Sie gleich als Vertreter erkannt. Ihr erster Auftrag ist ein Artikel über die Reiseseite. Der Artikel handelt von der pazifischen Insel Bali. Sie fliegen mit dem „bouti one" am Freitag, den 8.5.20. Wenn Sie dem Flug einwilligen und unserem Auftrag für Ihr Praktikum zusagen, kommen Sie am 5.5.20 um drei Uhr zu unserem Kurier in der siebenundsiebzigsten Ecke neunzig. Das Ticket bekommen Sie dann sofort ausgehändigt. Wir hoffen Sie nehmen unseren Auftrag an. Viele Grüße Der New Yorker Kurier Mir stand der Mund offen. Ich hatte mich schon vor Wochen mit einem Praktikum beworben und bis heute habe ich nicht mehr mit einer Genehmigung gerechnet. Ich strahlte glücklich mein offenes Display an und schloss die Mail. Lia erhält einen Auftrag der New Yorker Zeitung für einen Reiseartikel und fliegt nach Bali, einer Insel im Pazifik. Dort lernt sie Henry kennen und die beiden verlieben sich. Jedoch denken beide dass sie sich nie wieder sehen werden und nehmen traurig Abschied. Aber als die Schule wieder beginnt, kommt Henry überraschenderweise auf die Nachbarschule und können nun zusammen sein.


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