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Sauwetter

Autor: niklas

Es regnete seit Tagen. Die Wetterapp meine Smartphones lässt auch nichts hoffen. Weitere drei Tage würde es nur regnen. Ich beschloss meine Zeit zuhause zu verbringen und ließ Wasser in die Badewanne ein. Das plätschern erinnerte mich sofort wieder an den Regen, aber zumindest war das Wasser warm. Ich schnappte mir mein Handtuch und legte es neben die Wanne. Dann stieg ich ins Wasser. Wie ein plumper Stein sank ich sofort auf den Boden und lag fast wie ein gestrandeter Wal darin. Ich ließ etwas Wasser nachfließen. Mein Blick aus dem Fenster auf den benachbarten Garten, in dem nur ein einsamer Baum stand, verriet mir, dass es bereits dunkel wurde. Da fiel mir plötzlich etwas ein. Diesem Nachbar müsse man ein Geschenk machen. Schließlich lebt er alleie und hat niemanden. Ich steige aus der Wanne und ziehe mich an. Als ich bei ihm klopfe öffnet er mir mit verwundertem Gesichtsausdruck. Er schien ebenfalls aus der Dusche zu kommen, denn seine Haare tropfen und er trägt nur eine Unterhose. Außerdem hatte er eine Pfeife im Mund und sah freundlich aus. Ich versuchte, kurz hinter ihn in seine Wohnung zu spähen. \\\"Beim Klabautermann, was saacht man dazu! Dat ist doch de lütte Mann van tegenover!\\\" schmetterte er mir da plötzlich entgegen. \\r\\n\\\"Entschuldigung, ich habe mich gefr-\\\" wollte ich zaghaft zur Antwort ansetzen, da Schnitt er mir das Wort mitten im Satz ab.\\\"Oh, Entschuldigung, ich habe aus Versehen Plattdeutsch gesprochen\\\" rumpelte er, sichtlich bemüht den Dialekt wegzulassen. \\\"Weiß ja nicht ob du das verstehst. Musst wissen, ich bin früher zur See gefahren. Da habe ich noch in Norddeutschland gelebt. Jaja...\\\" Sein Blick schweifte ab in die unsichtbare Ferne. Ich nutzte den Moment um zu sprechen. \\\"Ja, habe ich schon gehö-\\\" Ich konnte allerdings wieder nicht ausreden. \\\"Aber Moin Moin erstmal! Trete doch ein!\\\" Ich überlegte, bei einem fremden Mann in die Wohnung zu gehen, war vielleicht nicht die beste Idee, aber dieser alte Mann machte nicht den Eindruck, dass er gefährlich sein könnte. Ich beschloss, das Risiko einzugehen, denn mittlerweile war ich auch sehr neugierig geworden. \\\"Ja klar. Gerne!\\\" antwortete ich eilig, um nicht wieder unterbrochen zu werden. Ich betrat die Wohnung und staunte. An den Wänden hingen zahlreiche Bilder von Fischen und Schiffen, außerdem Landkarten und eine Tafel mit Seemannsknoten. In den Regalen standen Bücher wie \\\"Moby Dick\\\" und \\\"Die Schatzinsel\\\". Alles war ein wenig verstaubt, aber trotzdem wirkte es gleichzeitig auch gemütlich. \\\"Ja, meine Wohnung ist sehr altmodisch...\\\" brummte der alte Mann. \\\"Aber... Ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Kapitän Haker. Nenne mich bitte Kapitän. Sonst fühle ich mich so alt.\\\"\\r\\n\\\"Natürlich. Ich heiße Luca.\\\" Gedankenverloren ließ ich meinen Blick über den Tisch schweifen. Ein Kompass, eine Landkarte der Gegend und ein Notizbuch mit Stift lagen darauf. \\\"Ich finde Ihre Wohnung übrigens überhaupt nicht altmodisch. Sie ist wirklich intere-\\\"\\r\\n\\\"Wirklich? Na, das freut mich aber... äh, Luca. Es ist nur\\\", er schob all die Sachen die herumlagen unbeholfen zur Seite, \\\"etwas unordentlich.\\\" Kapitän Haker schlurfte durch eine Tür, schloss sie hinter sich und kam kurz darauf in einer Uniform zurück. \\\"Das habe ich auf See getragen\\\" erklärte er stolz. Er marschierte in die Küche. \\\"Tee oder Kaffee?\\\" \\r\\n\\\"Tee bitte. Leben sie schon lange allein hier?\\\" Der Kapitän setzte heißes Wasser auf und holte zwei Teebeutel aus einem Wandschrank. \\\"Ach, schwer zu sagen. Irgendwann zählt man die Jahre nicht mehr, wenn sowieso nichts mehr passiert.\\\"\\r\\n\\\"Oh.\\\"\\r\\n\\\"Hm.\\\"\\r\\nDa fiel mir ein, weshalb ich überhaupt hierher gekommen war.\\r\\n\\r\\n\\r\\n\\r\\n


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