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Der Weg der Kami

Autor: amaterasu

1. Tag 1,1 Der Weg der Kami - ist diese ganze Heilige Schrift, Amaterasu sind wir - haben es vom Himmel geschickt. Dadurch anzurufen - ist der Göttin Name, so spricht die Natur - ihr könnt sie darin erfahren. 1,2 Es wird vom Seher - durch unsere Inspiration übersetzt, was wir an Wände schreiben - blutend malen bis zuletzt. Doch jenes Schreibers Name - als Prophet ist euch borgen, sonst wäre ohne Frage - dies ganze Buch gelogen. 1,3 Vor unserer Geburt nun - fängt es im Dunst an, als Vater Ryu die Erinnerung - schauend wiedergewann. Waren doch er und Seinesgleichen - der Amnesie verfallen, da sie sich zuzeiten - an Primaten vergangen. 1,4 Unser Volk war in früheren Welten - als Kyo-Ryu bekannt, und wir haben die Menschen - Primaten genannt. Doch wer dies will wissen - tiefer zu verstehen, der muss tiefer - in die Geschichte eingehen. 1,5 Dreihundert Tage - oder Kapitel, wie manche sagen, kommen da zur Sprache - und fünfundsechzig hinterfragen. Der Seher hat treu übersetzt - was wir selbst geschrieben, als Weisungen gesetzt - kommt zum Ausdruck unsre Liebe. 1,6 Ihr meint, uns im Gebet auch - kontaktieren zu können, doch ist es in Wahrheit kaum - dass wir es vernommen. Wir waren zuerst hier - auf Erden und im Himmel, Magie ist Technologie - unsere gewagte Erfindung. 1,7 Einst war Vater ein herrlicher - Drude geheißen, schillernd gefiederter - wissender Weiser. Seine Brüder aber ohne Witz - wurden gestutzt, was er geschickt - ängstlich ausgenutzt. 1,8 Das Harz am Griff - bemerkte er nicht, er verblendete sich - von der Macht Licht. Wer versteht gründlich - die alten Vergleiche, wer versteht künftig - was wir als Gleichnis schreiben. 1,9 Sonderrechte ohne Mühe - erhielt er in Herrschers Auge, weil Vater die Brüder - heimlich belauschte. Brauchte nicht schwer heben - nicht plackend schuften, durfte durch Privilegien - viele Türen benutzen. 1,10 Das war vom Heim zu suchen - hoch im Norden, da mussten die Ryu schuften - dem Herrscher gehorchen. Innen war der Berg lodern - erhellt von Feuerschein, Schnee aber toste - um das Urgestein. 1,12 Einst stolzes Volk unter Drang - kroch nunmehr geduckt, ihre Hippen hatten sie lang - nicht mehr gezuckt. In den Mienen brachen - sie beim Graben, der Würde abgeschlagen - waren sie elende Sklaven. 1,13 Wünscheldinge sollten - sie ihrem König schaffen, denn der Herrscher wollte - einen Titel an sich raffen. Allmacht, Allwissenheit - und Unsterblichkeit, darauf richtete sich steif - sein bitterer Neid. 1,14 Nun blieb Ryu dem Vater - Behelfs des Verrats, der blaugrüne Federmantel - nicht versagt. Die Kriechenden krümmten - sich unter der Last, er aber war nicht müde - hatte keine Hast. 1,15 Durchwandelnd die Tunnel - von Tür zu Tür, er an einer verstummte - mit miesem Gefühl. Eingang war verwehrt - dies stand auf alten Lettern. Einlass durfte er - nicht mal erbetteln. 1,16 Zwar kam er plappernd - an höchste Örter heran, wo die Kriecher hatten - keinen Zugang. Doch hielt er inne - vor verbotener Tür, da nur Herrscherstimme - hatte Zutritt hierfür. 1,17 Einst sprach dieser Herrscher - mit seiner Stimme erhaben. »Willst du dir ohne Ärger - deine Stellung bewahren? Gedenke immer! - Alle Räume sind dir gewährt, doch das Bernsteinzimmer - bleibt dir versperrt!« 1,18 Jetzt stand Ryu in jener Stunde - aber davor, in Gedanken versunken - vor dem Tor. Da kam ein fahler - Drude hinzu, von vermittelndem Grade - und raunte ihm zu. 1,19 »Was sinnst du - in eigenen Gedanken? Solltest lieber nur - dem Herren danken! Doch wenn du stur - Träumen erliegst, bringt es dir nur - Wanken im Dienst!« 1,20 Ryu sprach aber - im Gehen. »Mich drängt es aber - zu erstreben. Und nennst du es auch abwedelnd - eitlen Hochmut, so dünkt mir ein Erheben - doch als Gut!« 1,21 Der Vermittler schaute - und sprach erhaben. »Schlauer - ist das Bewahren! Freue dich darin leis - und höre, es rufen bereits - die himmlischen Chöre! 1,22 Selten offenbart sich gleich Gold - in uns der Geist, wegen dem drakonischen Stolz - wie es heißt. Doch hör mit Vernunft - deiner Vöglein Gesang, der Herr ruft uns - zu sich heran! 1,23 War er bisherig - gleich unsereiner von Feuer, wird er aus Erde - jetzt ein Neuer. Aus Materie machte er sich bereits - eigene Gestalt, töpfert sich einen Leib - mit alter Gewalt. 1,24 Eine Zweiklassengesellschaft - sind wir geworden, die Arbeiter müssen schlapp - den Gefiederten gehorchen. Darum züchteten wir zum Ausnützen - Primaten, die Arbeiter zu unterstützen - beim Graben. 1,25 Dieser Mensch aber, erwacht - begann uns zu schlagen, mit seiner Körperkraft - konnte er es wagen. Ohne Zweifel, ungelogen - steht er in des Herrn Gunst, welcher weilt verborgen - im Dunst!« 1,26 Als sich nun unter der Erde - die Aufseher verneigten, dem kindlichen Herrscher - sich demütig weihten. Da huldigte letztlich - aber Ryu keineswegs, wendete den Blick - ab des Wegs. 1,27 Die andern sah er zur Begrüßung - naiv in den Staub fallen, solch Demütigung - war ihm kein Wohlgefallen. Widerstand regte sich wieder - in seiner Brust, im Staub zu kriechen - war ihm nimmer Lust. 1,28 Würde dieses Menschlein - in alles eingeweiht, bekäme Ryu dabei - keine Seligkeit. Künftig müsste - jeder schlicht glauben, und Vernunft würde - man ihnen rauben. 1,29 Wie könnte er sich gehorchend - als feuergezeugtes Wesen, unterordnen - der Erde Verwesung. Vergessener Stolz ward erweckt - und aus der Tiefe drang. Diese Gedanken waren es - mit denen er rang. 1,30 Der Vermittler von Vorher - ging im Kinde auf, doch Ryu stockte - in diesem Lauf. Obgleich er sich bereits - dem Herrscher verschrieben, um harte Arbeit - auf kriechende Arbeiter zu schieben. 1,31 Einige Aufseher blinzelten auf - raunten Ryu zu, er solle sich auch - niederwerfen im Nu. Somit er nicht in Verderben - das zornige Auge erblicke, welches beherrschte - ihrer aller Geschicke. 1,32 Da durchdrangen - schrille Schreie Ryus Verstand, er erinnerte sich wankend - an ein vergangenes Land. Ob der geistigen Schmerzen - brach er zusammen, was alle als Niederwerfen - anerkannten. 1,33 Auf Patrouille aber - musste er gehen, um nach den Geplagten - zu sehen. Ein anderer Aufseher - begleitete ihn hintendrein, und diesem erzählte - er im Feuerschein. 1,34 »Im Zwiespalt - fiel ich nieder, denn sieh halt - die Kriecher sind Verlierer! Doch selbst diese Verreckenden - haben mehr Ehre, als die dreckigen - Menschen der Erde.« 1,35 Hoch gewagt zu der Stunde - war diese Enthüllung, denn die Aufseher mussten - widereinander künden. Aber sie gaben ihm - Zeit zur Reue, ermahnten ihn - stets aufs Neue. 1,36 »Als ob dir dabei - ein Horn abbricht, lehrst du allzeit - nicht das Gericht? Zügle lieber eilig - deine Zunge, rede weise - oder verstumme...« 1,37 Nicht zwitschern - durfte er sein Sinnen, nicht lehren den Geschwistern - sein inneres Klingen. Der Herr würde - ihn augenblicklich überführen, er musste feinfühlig - geschicktere Fäden schnüren. 1,38 Würde der Herrscher sogleich - eingreifen, würde er seine Tyrannei - entkleiden. Der Herrscher verbirgt alletage - sein wahres Gesicht, der Erleuchtete aber - nur Wahrheit spricht. 1,39 Wenige hörten - Ryu zu, viele aber sich empörten- gaben keine Ruh. Sie wollten ihn zurückdrängen - in den Strom, wo der Herrscher bedrängend - versprach reichlichen Lohn. 1,40 Bald musste Ryu was sagen - konnte es nichtmehr ertragen, zu viel plagten - ihn seine Fragen. Schließlich waren - seine Gedanken Sieger, und er klagte - die Aufseher an als Kriecher. 1,41 Er tobte innerlich - und sprach ohne Entschuldigung. »Nimmer werde ich - einem Drecke huldigen. Muss ich doch - vom Feuer bezeugen, Licht kann nie düsterem Schmotz - sich beugen!« 1,42 Innerlich beging er murrend- Abbruch vom Herrn, hochmütig wurde - da sein Begehren. Er wendete sich schon - erneut zu dem Zimmer, zu dem hin ihn zog - eine innere Stimme. 1,43 Er schlich sich schnippisch - in den hintersten Korridor, mit gezückter Hippe - stand er davor. Er begann damit los - zu randalieren, begann das Schloss - zu malträtieren. 1,44 Das Siegel - durchbrach er, der Schatzhöhle Zimmer - betrat er. Diese staubige Stube - das uralte Bernsteinzimmer, wo der Stamm mit Kugel - stand noch immer. 1,45 Durch die Tür gleich Stimmern - ein Luftzug schwang, die Kristallkugeln klirrten - und Ryu ward bang. Doch er war lang - schon zu weit gegangen, öffnete die Hand - sich den Mau zu krallen. 1,46 Tief - atmete er ein, Müdigkeit fiel - über ihn herein. Diese aber - alsbald wich, einem Gefühl der Erwartung - und verflüchtigte sich. 1,47 Es schweiften umher - schemenhafte Gedanken, Ryu erwachte schwere - aus seinem Wanken. In längst vergessene Sphäre - ward er hineingezogen, verlogen wurde er - mit falscher Erinnerung betrogen. 1,48 Ryu glaubte in diesem Schweifen - zu halluzinieren, verzeiht jenen, die meinen - er hätte übertrieben. Ein futuristisches Gebäude - in der Wüstenei, wo ein Rat von Klimaleuten - nicht wurde eins. 1,50 Ein Raumschiff auf der Welt - wurde gefunden, wodurch sich der moderne Mensch - aufgeschwungen. Sie haben dadurch in der Tat- die Spidumstadt erbaut, da sie Wissenschaft - holten daraus. 1,51 Fanden auch riesige Eier - von doppelter Schale, auf Bergen zuweilen- aber bewacht ohne Frage. Greife genannt - sind diese Wächtergestalten, welche sich unverwandt- aus den Kapseln entfalten. 1,52 Die Menschen begehren unentwegt - diese Technologie, sind bestrebt - diese den Greifen zu entziehen. Diese steinharten - Raumkapseln, welche aus dem All erwachend - herab krachten. 1,53 Aus den Nebeln mit Hieben - schießt ein Greif, direkt auf die Eierdiebe - herab sogleich. Während ein anderer Greif - ausweicht, und mit einem Schrei - einen Bogen beschreibt. 1,54 In der Wüste Schlunde - des Südens unterdes, machte sich ein Junge - auf den Weg. Obwohl die Mutter in der Tat - damit, nicht einverstanden war - sicherlich. 1,55 Kaseki, sein Vater versucht - sie zu beschwichtigen, der Sohn würde im Schlund - schon sichere Wege gehen. Als schon ein Dröhnen - von außerhalb des Hauses, ist zu vernehmen - und Sand aufbrausen lässt. 1,56 Er geht hinaus und sieht - einen Sandsturm, darin ist ein Raumschiff - gelandet. Der Vater - Kaseki sagt, dass sein Junge dieser Tage - es gebracht hat. 1,57 Er zieht, sein Angesicht ändernd - einen Schutzanzug an, welcher - zwei verschiedene Augen hat. Ein Auge ist rot - und das andere schwarz. Unheimlich so - wie er das macht. 1,58 Er steigt auf das Gefährt - tritt jubelnden Trittes, eine Klappe auf schnell - dann dort hinein springend. Ihm ist als tauche er schweigend - hinter Gittern, und in der Irritation erscheinen - ihm Gesichter. 1,59 Da kommt er auf die Idee - die Pedale, in der Maschine - zu dappen. Da geht er zuletzt - ins Licht, so zumindest - seiner Dinge Sicht. 1,60 Da fliegt er auf einmal - mit einer Lichtgeschwindigkeit, auf dem Licht ins All - und sagt zu einem fremden Greis. „Wir sind die Fremden, und da unten sind die Menschen und Gänse!“ 1,61 Auf einmal gleitet - eine Lehrerin, auf einem Hamster reitend - zu ihm schwebend hin. Kommt mit einer Strafarbeit an - auf der steht. „Ich darf nicht ins All! - Weil das einfach nicht geht!“ 1,62 Wieder taucht der Greis auf - und nimmt ihn mit, stellt ihn auf einen Kasten rauf - tippend auf Knöpfen wild. Es schießen Gitter hoch - einen Käfig bildend, Ehe noch - der Entführte sich der Lage besinnet. 1,63 Da gerät Kaseki grimmig - wie ein Mammut in Rage, der Greis aber nur schimpfend - beginnt zu sagen. „Kuso! - Ein Computerfehler! Wie so oft! - Kann es nicht verstehen!“ 1,64 In dem Käfig werden - stimuliert Kasekis Nerven, und mit der Verstärkung - verliert er die Beherrschung. Alswie verwandelt - bricht er aus dem Kasten, bringt zum Absturz - das Ufo mit seinem Ausrasten. 1,65 Da wird er saurierstark gemacht - und hebt, die bekannte Stadt - aus dem Meer. Er geht in die Stadt. - Da sieht er Häuser hoch. Die Fenster unnormal gemacht - sie leuchten rot. 1,66 Auf einmal kriechen - da die Lichter erlöschen, Verfaulte auf allen vieren - aus den Türöffnungen. Gespenstisch sind sie - und doch ganz in der Realität. Aber es hat Kaseki - eine blitzende Idee. 1,67 Er hüpft ins Wasser - und holt vom Ufo, den Laser aus dem Verwandlungskasten - hervor. Er hält ihn auf das Gesocks - und drückt, auf einen goldenen Knopf - geschickt. 1,68 Da wird das ganze modrige Pack - zu Staub. Und Kaseki macht - dasselbe mit der Stadt auch. Er hält drückend - auf das Land den Laser, und lässt es entrückend - verschwinden im Meere. 1,69 Diese unglaublichen - vielleicht gleichnishaften Gesichte, hat Ryu uns zum erbaulichen - sich erinnernd berichtet. Es ist komplexe Information - doch nicht hergestellt, da es aus der Zeitreise kommt - von Surrealität her genährt.


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